Wodurch zeichnen sich die Myler-Gebisse aus?

  • Die Mylergebisse sind gerade mal 11mm stark, und üben somit ohne Anforderung auch noch keinen Druck auf die Zunge aus.
     
  • Die Myler-Gebisse sind vom Backenstück an nach vorne gewinkelt um die Zunge im hinteren Bereich frei zu lassen.
    Dadurch wird dem Pferd ermöglicht, die Zunge zum schlucken anzuheben. 

    (bessere Atmung, mehr Leistung, mehr Zufriedenheit)

Wenn wir unsere Zunge mit dem Daumen komplett herunterdrücken, können wir auch nicht schlucken und müssen den sich ansammelnden Speichel ausspucken. Dass dies auch einem Pferd unangenehm ist, welches von Natur aus entweder frisst und                 schluckt oder läuft, dürfte einleuchten.  Es soll aber mit dem Gebiss nicht nur laufen, sondern auch dabei auf kleinste Zügelhilfen reagieren.

  • Ein weiterer Vorteil der anatomisch nach vorne gewinkelten Form ist, dass man beim Annehmen der Zügel nicht an die vorderen Backenzähne (den Prämolaren) stößt. Dies kann mit einem herkömmlichen Gebiss, bei Pferden mit einer tiefen (langen) Maulspalte passieren.
  • Die hochwertig verarbeitete Manschette, welche als Gelenk der meisten Mylergebisse dient, verhindert, ja macht ein quetschen oder einklemmen der Zunge unmöglich. (Gebisse lassen sich nicht zusammenstellen)
  • Durch diese Verbindung (Manschette/Rolle) der beiden Mundstückhälften ist es möglich seitenunabhängig einzuwirken und so gezielt und präzise mit dem Pferd zu kommunizieren. (z.B. Ihr Pferd fällt auf die innere Schulter, so können Sie einfach innerer Gesäßknochen, inneres Bein und mit der inneren Hand / Zügelhilfe die Schulter Ihres Pferdes anheben, während sich der äußere Zügel / Gebiss-Seitenteil nicht verändert und einfach nur die richtige Stellung und die Begrenzung nach außen hält.
  • Ösen bieten mehr Einfluss (durch Hebelwirkung) bei den Aktions-Typ-Gebissen. Hier, ausgelöst durch angenommene Zügel, rollt das Mundstück vorwärts und abwärts auf Zunge und Zahnlücke. Dies veranlasst das Pferd, durch das Genick zu gehen. Die meisten traditionellen Ringgebisse erzeugen ausschließlich einen rückwärtigen Druck auf Zunge und Zahnlücke, was ein Pferd dazu veranlassen kann entgegenzuwirken und sich zu widersetzen.  Bei Knebeltrensen, die nur eine Öse haben, ist es wichtig, einen Verbindungsriemen zu verwenden, der eine stabile Position des Kopfstückes gewährleistet.
  • Die Metalle im Mundstück beinhalten unter anderem Kupfer, um die Speichelbildung anzuregen. Die Metalle der Mundstücke variieren bei Western- und Englischen Gebissen: Western-Gebisse werden meistens mit Süßstahl- und Kupfereinlagen, die meisten Englischen Gebisse mit Edelstahl- und Kupfereinlagen hergestellt. Zudem gibt es noch Cyprium.
    Cyprium enthält 86% Kupfer und ist frei von Zink und Nickel.  Ergänzend wird seit kurzem noch ein Modell in reinem Edelstahl ohne Kupfer angeboten. 

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